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08.05.09
Moderne Zeiten für die „Höhlenwelten“ Kategorie: Presse
In Eberstadt sind der Bau eines neuen Besucherzentrums sowie die Gestaltung einer attraktiven Schauhöhle geplantVeröffentlichung aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 08.05.2009
Eberstadt, (wd) Die Blockhütte muss einem modernen Besucherzentrum weichen. Die „Eberstadter Höhlenwelten" sollen insgesamt für rund 1,2 Millionen Euro neu gestaltet werden, wobei für das Besucherzentrum rund 75 Prozent der Kosten aus dem Leader-Programm bezu-schusst werden und weiteres öffentliches Geld noch aus dem Ausgleichsstock zu erwarten ist. Der Buchener Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben ebenso zu wie dem Projekt, einen Schauhöhlenbetrieb zu gestalten, der ebenfalls rund 600 000 Euro kosten soll. Auch hierfür erwartet die Stadt Zuschüsse in gleicher Höhe, erklärte Beigeordneter Dr. Wolfang Hauck. Wie Bürgermeister Roland Burger betonte, wolle man damit dem Anspruch, „Eingangstor des Geoparks" zu sein, gerecht werden. Die Vorhaben seien mit einem überschaubaren städtischen Eigen-anteil zu finanzieren. Mittlerweile habe sich die Besucherzahl der Höhlenwelten auf rund 70 000 eingependelt. Wenn man diese Zahl stabilisieren oder gar erhöhen könne, sei dies zu begrüßen. Dr. Wolfgang Hauck zeigte anhand von Plänen auf, dass man im Steinbruchareal erhebliches Erweiterungspotenzial für das modern gestaltete Besucherzentrum und einen neuen Höhleneingang habe. Wie Bürgermeister Burger ergänzte, sei man ursprünglich von einer Investitionssumme von rund fünf Milionen Euro ausgegangen. Dies sei aber nicht zu realisieren. Nun empfehle man dem Gemeinderat ein abgespecktes, aber realisierbares Konzept in Höhe von 1,2 Millionen Euro, wobei die Anpassung des Schauhöhlenbetriebes noch über das Leaderprogramm beantragt werden müsse. Mit der Ernennung der „Eberstadter Tropfsteinhöhle" zum südöstlichen Geo-parkeingangstor und der begrifflichen Ausdehnung hin zu den „Höhlenwelten" habe der Standort eine neue Dimension erfahren, erläuterte Dr. Hauck. Die vorhandenen Einrichtungen und die praktizierten Präsentationsformen haben aber mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten. Eine angemessene Aufwertung sei deshalb erforderlich. Nico Hofmann erläuterte detailliert die Planungen für das moderne Besucherzentrum. Aber auch die Eberstadter Tropfsteinhöhle, die sog. Schauhöhle, habe Erneue-rungs- und Ergänzungsbedarf, erklärte Dr. Hauck. Durch die Verlagerung des Höhleneingangs mit Zugang zur Höhle über einen neu zu schaffenden Stollen könnte ein verbesserter räumlicher und inhaltlicher Bezug zum Besucherzentrum hergestellt werden. Die Besucher wären zu den Führungen im Besucherzentrum abzuholen und thematisch zur Höhle und ihrem erdgeschichtlichen Hintergrund hinzuführen. Besucherzentrum und Höhleneingang wären auf diese Weise zum künftigen äußeren Entwicklungsbereich der Höhlenwelten ausgerichtet. Die derzeitige Höhlenbeleuchtung werde den Bedürfnissen einer zeitgemäßen Höhlenführung nicht mehr gerecht, betonte Dr. Hauck. Mit einer neuen und damit steuerbaren, farbvariablen und obendrein energieeffizienten Lichttechnik könne die Objektbeleuchtung akzentuiert werden, Stimmungen erzeugen und die Phantasie anregen. Es wäre eine Trennung zwischen der Wegebeleuchtung und einer objektorientierten Lichtinszenierung vorzunehmen. Auch der Gemeinderat war einstimmig der Meinung, dass das „blockhüttenhafte Schatttendasein" (Heinrich Laier) geändert werden muss. Der Gemeinderat beauftragte ferner die Verwaltung, den Zuschussantrag für die „Anpassung des Schauhöhlenbetriebs" zu stellen. |
Mittwoch, 08. September 2010
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